KHV Test

In den vergangenen Jahren gab es auf der ganzen Welt, mit Ausnahme von Australien, massive Verluste in Koi- und Karpfenbeständen (Cyprinus carpio) durch das Koi Herpes Virus, kurz KHV genannt. Weil uns das Wohlergehen und die Sicherheit Ihrer Tiere am Herzen liegt, möchten wir Sie daher zu diesem Thema informieren.

Was ist KHV?
Das Virus gehört zur Gruppe der Herpes-Viren. Es erkranken ausschließlich Tiere der Gattung Cyprinus carpio, also Koi und Karpfen. Andere Teichfische wie zB. Goldfische, Störe, Orfen …. Können sich mit dem Virus infizieren und es auch übertragen, sterben aber nicht daran.

Kann KHV jederzeit ausbrechen?
KHV manifestiert sich meistens im Temperaturbereich zwischen 17 und 25 Grad. Bei höheren oder niederen Temperaturen ist das Virus in der Regel nicht aktiv, dennoch sind die betroffenen Tiere latent infiziert!

Wie wird KHV übertragen?
In den allermeisten Fällen wird das Virus von latent infizierten Fischen übertragen, aber auch über das Wasser, Vögel oder einige Parasiten (Karpfenlaus) ist eine Ansteckung möglich.
Auch eine feuchte Hand, die von einem in das nächste Becken greift, ein nasser Kescher und ähnliches genügen, um eine Ansteckung herbeizuführen!!

Woran erkennt man KHV?
Die Symptome von KHV sind oftmals schwer zuzuordnen, da sie sehr vielfältig sind und auch der Verlauf der Erkrankung reicht von akut (Massensterben innerhalb kürzester Zeit) bis hin zur chronischen Verlaufsform. Die erkrankten Tiere liegen oft auf den Teichboden und verweigern die Nahrungsaufnahme. Übermäßige Schleimproduktion mit angrenzender massiver Schleimhautablösung wurde ebenso beobachtet wie Eingefallene Augen, Kiemennekrose (Absterben des Gewebes). Ebenso wurde extremes Abmagern innerhalb weniger Tage beobachtet.
Die Krankheit verläuft sehr schnell. Innerhalb einer Woche kann bereits der Tod eintreten und die Todesrate kann bis zu 90 Prozent betragen.

Wie kann man sich vor KHV schützen?
Es ist unabdingbar, neue Fische eine zeitlang in Quarantäne zu halten. Dies sollte für mindestens 8 Wochen geschehen! Die Wassertemperatur sollte mindestens 20 Grad betragen.
Jemand, der seine Quarantäne bei 15 Grad durchführt, handelt grob fahrlässig! Ebenso jener, der die Fische nach dem Import auf über 30 Grad „hochheizt“. So wird ein evt. KHV-Ausbruch unterdrückt, und sogenannte „Carrier“ gemacht. Dies sind Tiere, die zwar KHV infiziert sind, aber selbst nicht erkranken. Wenn diese Carrier aber Stress ausgesetzt werden (ablaichen, stark schwankende Wassertemperaturen), können sie zu Ausscheider des KHV- Virus werden und die nicht befallenen Fische infizieren!!!

Last but not least: kaufen Sie Ihre Koi nur im qualifiziertem Fachhandel! Manches „Schnäppchen“ aus Teichauflösungen und ähnlichem, hat bereits vielerorts zum Totalverlust vieler Teichbewohner geführt…

Was tun; Wenn man Zweifel an der Gesundheit seiner Fische hat?
Für alle Fragen zum Thema „ Fischgesundheit“ steht Ihnen unsere erfahrene
Fachtierärztin Dr. med. vet. Tamara Frank zur Verfügung!